Sponsoring für klimaneutrale Events – so werden sie für beide Seiten attraktiv


Nachhaltige Veranstaltungen, oft auch als "green meetings" bezeichnet, sind eine enorme Chance für den Re-Start der Veranstaltungsbranche und schon heute spüren wir bei BEEFTEA eine größere Nachfrage nach nachhaltigen Ideen und Konzepten – sowohl beim Catering, bei der Mobilität als auch beim Sponsoring.

Dazu trägt auch das kürzlich gefällte Urteil des Bundesverfassungsgerichts bei, welches die Politik verpflichtet, Klimaschutz nicht zulasten künftiger Generationen zu verlagern. Dieses Urteil zum Klimaschutz hat auch Auswirkungen auf die Organisation von Events und auf die Gestaltung vieler Aspekte des Eventmanagements – von der Reduktion von Emissionen bei der An- und Abreise sowie den Übernachtungen, über das Catering bis hin zur klimaneutralen Gestaltung der Sponsorings. Deshalb zeigen wir dir in diesem Beitrag, wie auch deine Veranstaltung nachhaltiger wird und wie du zugleich attraktive Sponsorenpakete realisierst.


Wofür steht dein Event? Welcher Aspekt der Nachhaltigkeit und Klimaneutralität ist dir besonders wichtig?

Eines vorneweg: Klimaneutralität und Nachhaltigkeit lassen sich kaum von heut’ auf morgen umsetzen. Sei dir dessen bewusst und kommuniziere es so transparent wie möglich gegenüber deinen Besuchern sowie gegenüber deinen Sponsoren.

Fang daher mit kleinen, aber entschiedenen Schritten an und verfolge dein Ziel konsequent. Überlege dir dafür, wofür dein Event zukünftig stehen soll und worauf du vor allem zu Beginn des Wandels hin zu einem klimaneutralen Event besonders Wert legen willst. Du könntest beispielsweise mit der Reduzierung des Mülls, des Energieverbrauches oder der nachhaltigeren Gestaltung des Caterings beginnen. Außerdem kannst du festlegen, welche Art von Business du ab sofort nicht mehr unterstützen willst – beispielsweise Unternehmen, die soziale Standards nicht einhalten oder solche, die “dual-use” Waren herstellen. Hast du die Antworten auf diese Fragen gefunden, solltest du sie transparent und frühzeitig kommunizieren. So lockst du von Anfang an die passenden Sponsoren als auch Besucher an.


Was willst du ab sofort nicht mehr umsetzen und daher nicht mehr sponsern lassen?

Nachdem du festgelegt hast, welche Bereiche dir kurz- und mittelfristig besonders wichtig sind, kannst du entscheiden, worauf du ab sofort der Umwelt und dem Klima zuliebe verzichten willst.

Beispielsweise könntest du auf deinen Event ab sofort folgendes verbannen:

Catering auf Wegwerfgeschirr

Gerichte und Getränke, die weder regional noch saisonal sind

Give Aways aus Plastik

Parkplätze für die Anreise mit dem Auto oder Kooperationen mit Fluggesellschaften

die Auslage von gedruckten Werbematerialien

Sei dir bewusst, das der ein oder andere Aspekt auch auf Unverständnis stoßen wird oder dass du damit sogar bisher beliebte Sponsoringpakete verhinderst. Genau deshalb ist der nächste Tipp so wichtig.



Kommuniziere transparent und frühzeitig, welche Sponsorings für dein Event attraktiv sind.

Je eher du kommunizierst, was neu ist, desto eher ziehst du die passenden Sponsoren bzw. die richtigen Sponsorenpakete an. Lade deine Sponsoren ein, die Pakete mitzugestalten. Je eher sie wissen, dass es die Broschüren oder die bislang gesponserten Plastikbecher nicht mehr gibt, desto eher können sie sich auf neue Sponsorings einstellen.

Frage proaktiv deren Ideen und Wünsche ab und lass sie die neuen, klimaneutralen Sponsorings mit kreieren. Statt des Plastikbechers mit Sponsorenlogo könntet ihr nun Mehrweggeschirr mit Sponsorenlogo ausgeben. Auf B2B-Events kann der Artikel als Give Away dienen und auf B2C-Events könntest du diesen mit einem geringen Pfand versehen. Übersteigt die Produktion eines Mehrwegartikels euer gemeinsames Budget, kannst du alternativ beispielsweise nachhaltig produzierte Servietten mit dem Logo des Sponsors versehen.

Denk bei der Suche nach Alternativen auch an die Möglichkeiten, die du gerade im Rahmen von Digitalevents kennengelernt hast. Von Sponsorenlogos auf der Event-Website, auf der Bühne oder im Livestream, auf Downloads, auf digitalen Eventtickets, in Videotrailern, auf digitalen Selfieboostern oder Fotomosaiken sowie vielen anderen Werbeplätzen. Kurzum: Vermeide Prints und Wegwerfartikel auch im Rahmen der Sponsorings.


Schnüre neue und klimaneutrale Sponsoringpakete

Nachdem einige klassische Sponsoring-Artikel nun wegfallen, wird es Zeit, dass du neue, attraktive Pakete schnürst – sowohl für die Sponsoren als auch für deine Teilnehmer.

Hast du beispielsweise den Parkplatz aus deinem Event verbannt, inkludiere stattdessen die Anfahrt beispielsweise mit dem ÖPNV und kommuniziere diesen neuen Vorteil besonders deutlich. Gib Mehrweg-Geschirr aus und lass die Mehrkosten dafür sponsern.

Denk auch an die Aspekte, die deine Teilnehmer normalerweise nicht wahrnehmen. Mach diese sichtbar und lass sie sponsern – beispielsweise das klimaneutrale Hosting deiner Event-Website, die klimaneutrale Übertragung eines Livestreams oder der grüne Strom vor Ort.

Lass vor allem das sponsern, was der Einzelne (noch) nicht wählen oder kaufen würde. Vor die Wahl gestellt, entscheiden sich Verbraucher häufig für die günstigere, jedoch weniger umweltfreundliche Variante. Möchtest du dein Event daher nachhaltig gestalten, kannst du ihnen diese Entscheidung dank eines starken Sponsoring-Partners erleichtern. So kannst du Aspekte deines Events klimaneutral einkaufen und zugleich finanzieren lassen. Beispielsweise kannst du beim Caterer so die regionalen und saisonalen Gerichte bestellen, statt auf den günstigsten Preis achten zu müssen.


Mach den Fortschritt zur Klimaneutralität sichtbar

Klimaneutralität erreichen die allerwenigsten Veranstalter beim ersten Versuch. Mach dennoch dein Bemühen und deine Fortschritte sichtbar. So wirkst du bei deinen Teilnehmern glaubwürdig und sorgst zugleich dafür, dass sich das authentische Image deines Bestrebens auf deine Sponsoren überträgt.

Zeig auf, von welchem Status quo du startest, was du beim ersten Event bereits erreicht hast und wohin die Reise noch gehen soll. Dieses Vorgehen ist deutlich authentischer als gleich in der ersten Runde deinem Event das Siegel “nachhaltig” aufzudrücken.



Sprich kritische Aspekte proaktiv an

Fast egal wie gut deine Bemühungen am Anfang auch sein mögen, mit ziemlicher Sicherheit gibt es bei den nächsten Events noch Aspekte, die deine Teilnehmer kritisch wahrnehmen. Möglicherweise gibt es auf deinem Event zwar nachhaltige Produkte oder Lebensmittel, welche mit einer wenig umweltfreundlichen Verpackung oder einem langen Transport verbunden sind. Oder deine Sponsoren geben Give aways aus, die zwar im Kern klimaneutral sind, jedoch in viel zu großen Mengen produziert wurden und so große Mengen von Abfall verursachen. Was auch immer es sein mag, sprich kritische Aspekte proaktiv an und lass deine Teilnehmer wissen, dass du daran bereits arbeitest. Das ist auch für die Glaubwürdigkeit deiner Sponsorings enorm wichtig.


Bezieh dein Publikum in die Reise zum klimaneutralen Event ein

Lass dir von deinen Teilnehmern bei der Reise zum klimaneutralen Event helfen. Bitte sie beispielsweise um Feedback, was ihnen besonders gut gefallen hat und welche weiteren Vorschläge sie hätten. Beispielsweise könnten sie auch konkrete Klimaschutzprojekte unterstützen wollen. So erhältst du Ideen für Aspekte, die ihnen besonders wichtig sind und für die sie eine Verhaltensveränderung in Kauf nehmen würden.


Das sagen Sponsoren und Veranstalter wie LiveNation

Ist ein nachhaltiges Event nicht total kontraproduktiv für die Gewinnung oder das Halten von Sponsoren? Wie ist die Resonanz auf Veränderungen, damit ein Event nachhaltig wird? Und gibt es kritische Stimmen rund ums Sponsoring von Events, die noch nicht 100%ig nachhaltig oder klimaneutral sind?

“Ganz im Gegenteil” weiß Björn Mähl, VP Brand Partnership & Festivals bei LiveNation, zu berichten. Nachhaltigkeit ist ein Thema, das Veranstalter und Sponsoren in den letzten Jahren gleichermaßen im Blick haben – und das Bewusstsein dafür steigt stetig. “Natürlich lässt sich - zumindest momentan - kein Festival auf der ‘grünen Wiese’ komplett klimaneutral produzieren. Immerhin brauchen wir dazu z.B. noch eine Menge Strom, der nicht aus Windrädern oder von Solardächern kommt. Allerdings tun wir bereits heute eine Menge dafür, den Verbrauch deutlich zu reduzieren. Beispielsweise durch moderne und effiziente Generatoren und die Überprüfung der Laufzeiten.”

“Dass Nachhaltigkeit bei Sponsoren angekommen ist, merkt auch LiveNation unter anderem daran, dass Sponsoren aktiv nach Lösungen und Wegen für nachhaltige Events fragen. Plastikstrohhalme oder Einwegbecher sind zumindest in Deutschland längst passé” berichtet Mähl. Darüber hinaus ist es dem Veranstalter ein Anliegen, dass Give-Aways und ähnliche Artikel auf Festivals und Events nachhaltig produziert und transportiert wurden. So regen sie schon seit Langem ihre Sponsoren dazu an, nicht auf die billigste Ware aus Asien zurückzugreifen, sondern eher auf hochwertige Produkte mit einer langen Lebensdauer. Erfreulich sei, dass Sponsoren darauf sehr positiv reagieren.


Ein weiterer Bereich: Die Müll-Entsorgung. Natürlich entsteht bei Festivals Müll, allerdings ist es Veranstaltern gemeinsam mit Sponsoren gelungen, diesen deutlich zu reduzieren und korrekt zu trennen. Auch das trägt zu einem nachhaltigeren Event bei. “Früher” blieben schon einmal eine ganze Menge Lebensmittel und ähnliches nach einem Event einfach vor Ort liegen. Seit Supermärkte auch bei Festivals vor Ort sind, hat sich dieser Müllberg deutlich reduziert. Eine enorme Leistung!

Was ebenfalls zu mehr Nachhaltigkeit beiträgt und sich mit Sponsoring gut vereinen lässt: Regenponchos. Setze hier auf hochwertige und dadurch häufiger nutzbare Regenponchos und lass die von deinen Sponsoren finanzieren und mit Werbung versehen. Der Effekt: Die Ponchos werden nach dem Event zusammengepackt und mehrfach wieder getragen. Auch so kann nachhaltiges Sponsoring aussehen.


Allerdings gehört es auch zur Wahrheit, dass Nachhaltigkeit gerade in Deutschland zwar von vielen gefordert, jedoch nur von den wenigsten bezahlt werden will. Veranstalter müssen daher gemeinsam mit Sponsoren Wege finden, die Mehrkosten zu finanzieren oder auf effizientere Lösungen umzusteigen. Ein schlichtes Austauschen der einen “billigen” Lösung durch eine andere, nachhaltigere und oftmals auch teurere Lösung sei nicht machbar. Es gibt durchaus viele preisbewusste Festivalgänger.

Ein Tipp von Mähl an Sponsoren, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, lautet: “Sorgt dafür, dass ihr so wenig Müll wie möglich mitbringt und verteilt nur hochwertige Produkte vor Ort. Dies wäre ein erster kleiner Schritt.”

LiveNation ist Nachhaltigkeit sehr wichtig und so Mähl “wollen sie in der Event-Industrie Vorreiter sein”. Wenn du wissen willst, was LiveNation konkret vorgenommen hat, kannst du dir ihre “Enviromental Charter” herunterladen.


Fazit

Klimaneutrale Events bergen enorme Chancen – sowohl für Veranstalter als auch für Sponsoren. Damit du deinen Sponsoren weiterhin attraktive Pakete anbietest, ist eine proaktive, transparente Kommunikation enorm wichtig. Mit welchen Paketen die Kunden unserer Agentur besonders gute Erfahrungen gemacht haben, besprechen wir gern mit dir im Detail. Nimm einfach Kontakt zu uns auf: berlin@beeftea.de

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